Depressionen überwinden

Rico Brunner im Gespräch über Depressionen

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von ricobrunner.podigee.io zu laden.

Inhalt laden

PGlmcmFtZSBzcmM9Imh0dHBzOi8vcmljb2JydW5uZXIucG9kaWdlZS5pby8yLW5ldWUtZXBpc29kZS9lbWJlZD9jb250ZXh0PWV4dGVybmFsJnRoZW1lPWRlZmF1bHQmdG9rZW49ekhlUENrVVlqX3pGMmdYTjZVaWdlQSIgc3R5bGU9ImJvcmRlcjogMCIgYm9yZGVyPSIwIiBoZWlnaHQ9IjEwMCIgd2lkdGg9IjEwMCUiPjwvaWZyYW1lPg==

Dieses Interview ist eine Transkription. Der Text wurde 1:1 vom Audiopodcast übernommen und nur leicht bearbeitet, um den Inhalt nicht zu verfälschen. Wir behalten uns vor, die Texte zu einem späteren Zeitpunkt zu überarbeiten.

Kann die Arbeit an Energiefeldern bei einer Depression hilfreich sein?

Grundsätzlich kann die Arbeit an Energiefeldern bei einer Depression unterstützen. Was geprüft werden sollte ist, wo die Ursachen der Depression liegen. Das heißt, liegen die Ursachen im körperlichen Bereich, ist unwahrscheinlich, dass eine Fernbehandlung hilft. Hier liegt der Lösungsansatz beim Körper: Stimmen die Hormone, die Eisenwerte und so weiter.

Wurde dies kontrolliert und die Depression ist aus einem Verhalten oder aus einer Verletzung heraus entstanden, kann eine Fernbehandlung helfen, indem sie die verletzten Energiefelder instand setzt und dafür sorgt, dass man wieder mehr Kraft bekommt und den Weg ins normale Leben zurückfindet.

Unterstützt du oft Klienten, die Depressionen aufgrund körperlicher Ursachen haben?

Die Ursachen der meisten Menschen, die ich begleite, liegen im seelischen emotionalen Bereich. Körperliche Ursachen sind bei meinen Klienten ein kleiner Anteil. Es ist wichtig den Ursprung zu überprüfen, damit man nicht am falschen Ort arbeitet. Hat jemand Eisenmangel und wurde depressiv, ist die Fernbehandlung eher nicht die richtige Unterstützung. Sie setzt am falschen Ort an.

Welche Funktionsstörungen im Energiefeld können eine Depression begünstigen?

Aus meiner Erfahrung sind die Ursachen für eine Depression bei jedem Menschen unterschiedlich. Deshalb gibt es nicht die Funktionsstörung, oder die Ursache, die zu einer depressiven Verstimmung führt.

Als erstes geht es darum, wie der Gesamtzustand eines Energiefeldes ist. Ist dieser stabil, bewirken kleinere oder größere Funktionsstörungen eigentlich keine Depression.

Bei einer Depression ist das Energiefeld grundsätzlich geschwächt und überfordert. Eine Regeneration ist deshalb nicht mehr möglich. Dies führt zu einem Stillstand, der bewirkt, dass man nicht mehr weiterkommt. Es fehlt die Kraft für Veränderungen. Dies ist der Grund, warum Depressionen gerne als dunkel beschrieben werden. Eine Art Leere, ein Stillstand oder eine Hoffnungslosigkeit. Betroffene fühlen sich aufgrund der Funktionsstörungen im Energiefeld wie gestoppt in der Zeit. Dies löst und verstärkt den seelischen Schmerz. Im Energiefeld zeigt sich dies als „Ziehen“. Damit sind die Menschen derart überfordert, dass sie die Depressionen im seelischen Bereich als Schmerzen wahrnehmen.

Was meinst du mit dem Ziehen im Energiefeld? Ist das wie ein körperlicher Schmerz?

Ja. Wie stark der Schmerz im Körper wahrgenommen wird, ist von Fall zu Fall verschieden. Während Depressionen stoppt die Entwicklung des Energiefeldes. Dies geschieht aus der Überforderung. Entwicklung ist aber ein ganz natürlicher Prozess. Das heißt, die eigene Kraft drängt in die Entwicklung, in das Wachstum hinein. Die Depression blockiert, sodass das Wachstum nicht mehr stattfinden kann und Veränderung nicht möglich ist. Diese beiden Kräfte, der Wachstum und der Stillstand wirken aufeinander und das kann starke, seelische Schmerzen auslösen.

Sind Funktionsstörungen verantwortlich für Depressionen?

Eine Funktionsstörung ist etwas, das in einem drin, in den Energiefeldern, nicht mehr richtig funktioniert. Das heißt, das Energiefeld kann seine Arbeit nicht mehr richtig erledigen. Ob das aus Verletzungen, aus Überforderung oder aus anderen Gründen heraus entstand, spielt eigentlich keine Rolle. Die Fehlfunktionen sind grundsätzlich jedoch eine Voraussetzung, um eine Depression zu entwickeln.

Es gibt verschiedene Lösungsansätze: Bei leichten Funktionsstörungen können durchaus auch Gespräche helfen. Bei größeren und schwierigeren Funktionsstörungen, denke ich, ist es schwierig, diese mit Gesprächen zu überwinden.

Kann ich mich vor einer Depression schützen?

Vor einer Depression muss man sich in dem Sinne nicht schützen. Es geht darum in der Kraft und Stärke zu bleiben. Zu schauen, dass Probleme nicht aufgeschoben sondern gelöst werden. Man darf auch einmal ausweichen, kein Thema. Eine Depression ist eigentlich eine Überforderung das Leben weiterzuleben. Wichtig ist, darauf zu achten, dass wir, egal was im Leben geschieht, weitergehen und Probleme zu lösen.

Verletzungen und Überforderungen, mit denen wir nicht rechnen, können zu Funktionsstörungen führen. Das kann grundsätzlich jedem von uns passieren. Falsch wäre es daraus abzuleiten, dass jeder von uns deshalb an Depressionen erkrankt.

Kleinere Depressionen, Mini-Depressionen, die hat jeder Mensch. Sie äussern sich als Antriebsstörungen, wenn wir zwischendurch einen Hänger haben. Im Normalfall sagt man sich nach zwei, drei Tagen: „Okay, jetzt habe ich genug, jetzt raff ich mich auf und gehe weiter“. Solche Momente sind ganz normal, wir lernen im Laufe des Lebens, uns zu überwinden. Erst, wenn Funktionsstörungen so groß sind, dass sie sich durch das Verhalten vergrößern, kommt es zu Depressionen.

Wo liegt der Schwerpunkt deiner Arbeit bei depressiven Menschen?

Unterschiedlich. Grundsätzlich kann man bei Depressionen zwei Schwerpunkte festmachen: Man muss schauen, ob der Klient genügend Kraft hat, die Depression zu überwinden oder nicht? Hat jemand zu wenig Kraft, geht es darum, dass ich zuerst daran arbeite, dass er zu Kräften kommt. Das gesamte Energiefeld soll stabil sein um die Depression anzugehen und zu überwinden.

Bei Menschen, die diese Kraft haben, und trotzdem eine Depression haben, geht es darum, die Verletzungen zu lösen. Ich schaue, aus welchem Grund das Energiefeld überfordert ist. Wie funktioniert das Energiefeld und wie verhält es sich mit der Depression und dem Druck? Wo sind Enttäuschungen und Verletzungen vorhanden und wie tief gehen diese? Je nach Aufbau dieser Konstellationen beginne ich an unterschiedlichen Punkten zu arbeiten.

Alle Depressionen erscheinen identisch. Aus meiner Sicht sind sie im Grund, in der Art und Weise, jedoch extrem individuell. Das macht es schwierig, Menschen mit einer Depression zu helfen, wenn man versucht, gleiche Ansätze umzusetzen. Beim einen funktioniert es, beim anderen nicht. Mit dem einen geht man täglich spazieren und nach drei Monaten löst sich die Depression. Mit dem anderen kann man zwei Jahre lang spazieren gehen, und die Depression ist noch auf demselben Stand. Es ist wichtig herauszufinden, wo die Ursachen einer Depression liegen und wie die Mechanik ist. Danach arbeite ich mit individuellen Ansätzen daran, dem Menschen in seine Kraft zu helfen.

Sind Depressionen vererbbar?

Schwierige Frage: Aus meiner Sicht gibt es einen Punkt, wo sie über den Körper vererbbar sein könnten.

Im emotionalen, seelischen Bereich ist es oft so, dass Kinder ein Grundverhalten von den Eltern übernehmen. Das Grundverhalten wird meist später, im Erwachsenenalter bemerkt. „Ach, ich habe die Verhaltensmuster von den Eltern mitgenommen“. Wir überwinden diese im Laufe des Lebens, korrigieren sie selber, und reifen zu einer Persönlichkeit heran.

Sprechen wir von einem Kind, dessen Eltern ein depressives Verhalten haben. Übernimmt es auch dies bis zu einem gewissen Teil. Jetzt stellt sich die Frage, ist man genügend stark, die von den Eltern übernommene Einstellung zu überwinden? Kann man es überwinden, ist die Depression oder das Verhalten nicht vererbbar. Hat man die Kraft nicht, das Verhalten zu überwinden, fällt man in eine Depression. Für mich ist das eher eine Verhaltens-Depression, die aus dem Verhalten heraus resultiert, nicht aus Verletzungen. Es sind Überforderungen, weil man die Kraft nicht hat sein Verhalten zu ändern.

Menschen, die eine Überforderungs-Depression haben, sind von der Typologie her an einem Punkt, wo sie sich bereits mit sich auseinandersetzen. Es geht um Persönlichkeits-Bildung und darum, wie sie sind. Ist diese abgeschlossen, lernten sie für sich einzustehen und überwinden übernommene Verhaltensprobleme aus eigener Kraft. Oft sogar mit grosser Leichtigkeit.

 

Wie gehe ich damit um, wenn jemand in meinem persönlichen Umfeld depressiv ist?

Meiner Ansicht nach ist es wichtig, wenn man Angehörigen oder Nahestehenden hilft, nicht selber daran zu zerbrechen. Es ist unmöglich, jedem in jeder Lebenslage in der Zeit, die man möchte, zu helfen. Es gibt Menschen, die brauchen Jahrzehnte bis sie ihre Depression überwinden. Es gibt Menschen, die überwinden eine solche in einem halben Jahr.

Als Angehöriger ist es wichtig, die Depression des Gegenübers zu akzeptieren. Gleichzeitig darauf zu achten, dass man mit der Hilfe, die man versucht, zu geben, nicht die eigene Kraft vernichtet. Mit akzeptieren meine ich anzuerkennen, dass dieser Mensch in einem schwierigen Zustand ist und es Zeit braucht, um herauszukommen. Nicht dass man das Gefühl hat, „dies ist kein Problem“. Nach dem Motto, „lach mal!“, oder „geh raus, dann sieht die Welt schon ganz anders aus“. Auf diese Weise fühlen sich depressive Menschen unverstanden. Sie sind ja nicht depressiv, weil sie das wollen oder bewusst blockieren. Sie sind aus der Überforderung heraus blockiert.

Ich mache ein Beispiel um das zu verdeutlichen: Jemand steht vor einer zwei Meter hohen Wand und möchte auf die andere Seite. Ich sage dann: „Kein Problem, spring rüber“. Das löst beim Gegenüber Unverständnis aus und bewirkt, dass er entmutigt ist, weil er das nicht schafft.

In einer Depression ist es wichtig, sich Hilfe zu holen und sich zu überlegen, welche Hilfe zu einem passt. Kennt man Betroffene im privaten Umfeld ist es wichtig, diesen Menschen zu motivieren sich Hilfe zu holen. Es ist wichtig dazu zu stehen und sich nicht zu verstecken.

Als Hilfe werden oft Psychopharmaka eingesetzt. Hast du die Erfahrung gemacht, dass eine Depression ohne Medikamente behoben werden kann?

Hier muss stark unterschieden werden, wie intensiv die Depression ist. Viele Depressionen sind ohne Medikamente behandelbar. Hierfür es gibt spannende Ansätze. Es gibt Zustände, die schwierig sind ohne eine medikamentöse Unterstützung. Aus meiner Sicht kann ich nicht beurteilen, wann jemand Medikamente braucht oder nicht. Dies ist Aufgabe eines Psychiaters oder Arztes.

Es gibt Betroffene, welche Medikamente als Unterstützung möchten und es gibt solche, die Medikamente verwehren. Ein Zwang kann die bestehende Überforderung noch verstärken. Ich meine, hier sollte man einen offenen Ansatz verfolgen.

Aus meiner Erfahrung ist es wichtig, vor allem bei Langzeit-Depressionen, dass die Medikamente regelmässig überprüft und hinterfragt werden. Denn wenn sich der Zustand verbessert und die Dosierung gleichbleibt, kann dies eine Heilung verhindern, blockieren.

 

Kann ich Depressionen mit einem starken Energiefeld abwenden?

Ich sage mal, grundsätzlich ja. Den Beweis bleibt man schuldig, bis es jemandem dann wirklich wieder besser geht. Ich machte und mache die Erfahrung, dass die Menschen, die ich begleite, mit der Zeit wieder gestärkte Energiefelder hatten. Daraus konnten Sie ihre Einstellung und ihr Verhalten selber ändern und somit den Weg aus der Depression finden. Der Weg aus der Depression ist nie einfach und braucht Zeit. Es ist ein Prozess, den man braucht, um aus dem Ganzen herauszukommen.

Kannst du erklären, wie sich ein Energiefeld eines depressiven Menschen verändert?

Grundsätzlich lebt das Energiefeld eines gesunden Menschen, wobei gesund eine Definitionsfrage ist. Es bewegt sich, hat dynamische Prozesse, es regeneriert sich, reagiert auf Reize und Überforderungen und kann diese kompensieren.

Ich sehe, wie ein funktionierendes Energiefeld mit dem Leben in Interaktion steht. Bei einem Menschen mit Depressionen beobachte ich, dass das Energiefeld stark blockiert ist. Daraus wird die Lebenskraft nicht mehr in die Energiefelder transportiert und dies bewirkt, dass die Energiefelder unterversorgt sind. Das wiederrum löst eine Kraftlosigkeit aus. Diese wird von Betroffenen oft als Antriebslosigkeit beschrieben. Ein Gefühl, nichts mehr zu spüren, überfordert zu sein oder dass sich alles gedämpft anfühlt.

Durch die Blockierung fehlt die Energie, im Leben weiter zu kommen. Und somit unterscheidet sich das Energiefeld von depressiven Menschen stark zu jenen, die ein intaktes Energiefeld haben. Darum werden Menschen, die eine Depression haben von aussen als dunkel und schwer beschrieben, weil man deren Energiefelder unbewusst spürt.