Keine Energieübertragung

Keine Energieübertragung

Jeder Mensch hat seine eigene Energie, die genau zu ihm passt. Deshalb wird nur die eigene Energie optimal aufgenommen und verarbeitet. Nimmt man fremde Energie auf, kann diese nicht optimal ins eigene System integriert werden. Das löst Funktionsstörungen aus.

Für mich ist die Energie verschiedener Menschen so unterschiedlich, dass ich von Einzigartigkeit sprechen kann. Keine Energie eines Menschen gleicht nur ansatzweise einer anderen. Es ist gewaltig, wie unterschiedlich die Funktionen und Prozesse sind.

Deshalb passt nur die eigene Energie perfekt ins eigene Leben und gibt so Stabilität und Kraft!

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Dieses Interview ist eine Transkription. Der Text wurde 1:1 vom Video-Podcast übernommen und nur leicht bearbeitet, um den Inhalt nicht zu verfälschen. Wir behalten uns vor, die Texte zu einem späteren Zeitpunkt zu überarbeiten.

Warum sendest du bei deiner Arbeitsweise keine Energie?

Das hat verschiedene Gründe. Der Hauptgrund ist: Wenn ich jemandem Energie sende, dann gebe ich diesem Menschen Kraft. Indem dieser Mensch Kraft bekommt, muss seine eigene Kraft nicht wachsen. Das löst aus meiner Erfahrung eine Abhängigkeit aus. Dazu kommt auch, dass jeder Mensch eine unterschiedliche Energiesignatur hat und diese Energiesignatur unterscheidet sich von jeder anderen Energie.

Wenn es jemandem besser geht als einem anderem und der, dem es besser geht, gibt dem anderen Energie und Kraft, müsste man meinen, dass es dem danach besser geht. Dies bewirkt aber, dass der Mensch, der Energie erhält, Teile daraus richtig verarbeiten kann, aber einen grossen Teil der Energie eben nicht richtig verarbeiten kann, weil es nicht seine eigene, individuelle Energie ist.

Das löst dann Fehlfunktionen aus, weil das Energiefeld versucht, diese Energie zu interpretieren, es aber nicht kann und so gibt es Fehlzündungen. Das ist wie, wenn man einen Computer falsch zusammensetzt und man will damit Türen per Knopfdruck öffnen, aber wenn man dann den Knopf drückt, geht das Fenster auf. Darum ist es wichtig, dass man die eigene Energie hat und man diese auch fördert und stärkt. Ein weiterer Grund, warum ich keine Energie übertrage, ist, weil ich selbst ja meine eigene Energie brauche. Wenn ich meine Energie jemandem gebe und seine Probleme damit löse, dann verursache ich ja bei mir selbst Probleme, kann dem Nächsten nicht mehr helfen und muss mir auch eine Tankstelle suchen. Das ist der Grund, warum ich keine Energie übertrage – damit der Klient in seine eigene Stärke kommt und ich in meiner eigenen Stärke bleibe.

Warum ist dir dieses Prinzip, keine Energie zu übertragen, so wichtig?

Weil es die Selbstständigkeit und die Stärke von den Menschen fördert, die ich begleite und aus meiner Sicht auch bewirkt, dass Menschen nachhaltig stark bleiben und nicht mehr auf Hilfe angewiesen sind. In dem Sinne ist das, was ich mache, Hilfe zur Selbsthilfe

Wo liegen die Vorteile der eigenen Energie?

Die Vorteile der eigenen Energie liegen darin, dass man aus der eigenen Kraft heraus stark ist, daraus die eigenen Funktionen unterstützt, dann wieder mehr Energie gewinnen kann und somit mehr eigene Energie bekommt. Wenn man fremde Energie bekommt, dann muss man  zu einer Tankstelle. Man füllt den Tank und wenn er leer ist, dann geht man wieder zur Tankstelle. Bei der eigenen Energie ist es ja so, dass man nicht mehr tanken muss, weil man selbst zur eigenen Tankstelle geworden ist von der eigenen Kraft, was dann auch bewirkt, dass man sehr unabhängig wird.

Habe ich dich richtig verstanden: Die eigene Energieproduktion wird immer mehr angekurbelt?

Genau. Funktionsstörungen sind ja ein Selbstschutz. Wenn ich zu wenig Energie habe, dann empfinde ich nur, dass ich zu wenig Energie habe. Dann hat mein Energiefeld aus irgendeinem Grund die Energieproduktion gedrosselt, um mich selbst vor irgendetwas zu schützen. Vor einer Überanstrengung, vor einem Fehler, vor irgendetwas. Wenn ich dann fremde Energie bekomme, dann registriert mein Energiefeld, dass es ja immer noch zu viel Energie hat. Die Produktion muss noch weiter gedrosselt werden, worauf man dann noch mehr Energie braucht und die Produktion noch weiter gedrosselt wird. Also, wenn man jemandem Energie gibt, der keine Energie hat, hilft das kurzfristig, kann aber bewirken, dass die Energieproduktion des Menschen noch mehr nachlässt und er eigentlich immer weniger Energie hat und immer mehr fremde Energie braucht, bis er diese dann zum Schluss nicht mehr selber aufnehmen kann.

Keine Energieübertragung bedeutet keine Abhängigkeit. Ist das richtig?

Ja, weil man in sich die eigene Stärke trägt. In meiner Jugend wurde ich mit etwas sehr Spannendem konfrontiert. Leonardo Da Vinci hat eine Perpetuum Mobile entwickelt. Das ist eine Maschine, die Prozesse machen kann und die funktioniert, ohne dass sie Energie von aussen braucht. Wenn das erfunden werden würde, würde das in der Welt eine unglaubliche Revolution geben. Das Energiefeld eines Menschen beherrscht dieses Prinzip. Das Energiefeld eines Menschen ist ein Perpetuum Mobile. Es muss von aussen nichts zugefügt werden, es trägt alles in sich drin, sofern es natürlich nicht in den Funktionen gestört ist. Deshalb muss man die Funktionen reparieren, wenn man keine Energie hat, damit das Perpetuum Mobile wieder läuft, die Energiefelder wieder laufen, wieder Energie produziert wird und nicht von aussen Energie zuwenden. Ich habe noch nie in meinem Leben einen Menschen gesehen, der zu wenig Energie gehabt hat. Ich habe nur Menschen gesehen, deren Energie am falschen Ort war, die Energie sich wie in einem Wasserschlauch befand und in diesem Wasserschlauch ein Loch war. So ist die Energie an die falschen Orte geflossen. Oder die Energieproduktion war stillgelegt, weil das Energiefeld verletzt und überfordert war.

Du sprichst von eigener Energie. Was ist denn für dich Fremdenergie?

Fremde Energie ist, wie es das Wort schon sagt, alles, was nicht eigene Energie ist. Was nicht meine Energie ist, ist für mich fremde Energie. Fremde Energie muss nicht negativ sein. Die Energie eines Menschen, den ich gut mag, ist trotzdem fremde Energie, wenn er mir Energie gibt. Es ist Energie, die mir selbst fremd ist.

Schadet mir fremde Energie denn immer?

Fremde Energie ist nicht optimal. Sie kann im Extremfall auch schaden. Das kommt darauf an, wie viel Fremdenergie man in sich trägt. Ein gewisser Anteil, ein kleiner Anteil an Fremdenergie ist normal. Das entsteht durch das Leben mit Kontakt zu Menschen. Das arbeitet sich dann auch wieder von selbst heraus, das ist kein Thema. Das Problem ist mehr, wenn man immer bewusst oder auch unbewusst fremde Energie hinzufügt. Dann wird das Energiefeld in seinen Funktionen überfordert, weil es eigentlich nur mit der eigenen Energie richtig funktionieren kann. Man könnte dies auch so vergleichen: Das ist wie, wenn man Diesel Treibstoff in einen Benziner hineinleert, dann funktioniert das Auto nicht mehr.

Spielt es auch keine Rolle, ob man den Menschen gut mag?

Nein, das spielt keine Rolle, ob man einen Menschen gut mag, der einem Energie gibt, weil das Prinzip der Fremdenergie bestehen bleibt. Es spielt keine Rolle, ob diese fremde Energie dann eine bessere oder eine schlechtere Qualität hat, es verstärkt den Effekt, dass das eigene Energiefeld überfordert ist, fremde Energie zu verarbeiten. Deshalb ist es wichtig, dass man so viel eigene Energie wie möglich in sich trägt.

Wie kann mir fremde Energie konkret schaden?

Die fremde Energie schadet, indem sie nicht richtig interpretiert und gelesen werden kann. Das Energiefeld liest die eigene Energie und interpretiert sie. Sie trägt eine Gebrauchsanleitung in sich drin, wie sie funktioniert, und wenn fremde Energie kommt, ist das dann eine fremde Gebrauchsanleitung. Das ist wie, wenn sie in einer fremden Sprache geschrieben ist:  Sie wird nicht interpretiert, sie wird falsch interpretiert und das führt dann zu Fehlfunktionen. Das ist wie bei einem Automaten, bei dem die Knöpfe falsch angeschlossen sind und dann falsche Befehle ausgeführt werden.

Kann Fremdenergie Funktionsstörungen auslösen?

Ja, fremde Energie löst mittel- und langfristig gesehen immer Funktionsstörungen aus, weil sie nicht richtig interpretiert werden kann.

Wie kannst du an Funktionsstörungen in Energiefeldern arbeiten, ohne Energie von dir zu übertragen?

Das ist eine sehr gute Frage, die sehr schwierig zu beantworten ist. Ich möchte es anhand eines Beispiels erklären. Wenn ich jemandem zum Lachen bringen will, kann ich ihm einen Witz erzählen. Dies ist sehr schwierig, weil ich den Humor vom Gegenüber treffen muss. Was immer funktioniert, ist, wenn ich selbst einen Lachkrampf bekomme. Wenn ich einen Lachkrampf bekomme, animiere ich das Gegenüber, auch zu lachen und fröhlich zu werden. Einem Lachkrampf kann man sich nicht entziehen. Die Funktionsstörung baut auf diesem Prinzip auf. Während der Fernbehandlung ist es das Wichtigste, dass meine Energie in der Kraft ist, es mir gut geht und ich in der Stabilität bin. Wenn man zusätzlich weiss, worauf man Acht geben muss, löst diese Stabilität dann die Selbstheilung beim Gegenüber aus. Also braucht es eine Kombination von eigener Stärke und dem Verständnis des Prozesses vom Energiefeld des Gegenübers, damit eine Funktionsstörung behoben werden kann oder dass man an Funktionsstörungen arbeiten kann. Das sind sehr komplexe Vorgänge, die für mich leider auch heute noch, nach über 20 Jahren Arbeit, fast nicht zu beschreiben sind, weil die Worte in unserem Wortschatz nicht vorhanden sind.

Wie kann ich mich vor fremder Energie schützen? Muss ich das überhaupt?

Nein, vor fremder Energie muss man sich nicht schützen. Das Einzige, das man machen sollte, wenn man das mag, ist, dass man den Fokus auf sich selbst richtet. Das heisst, Menschen, die auf sich selbst konzentriert sind und den Fokus auf sich selbst gerichtet haben, haben in der Regel die Energie bei sich selbst. Menschen, die überfordert und verletzt sind, haben in der Regel den Fokus auf den Problemen und verlieren dadurch auch Energie. Jeder, der ein gestärktes Energiefeld möchte, muss schauen, dass er den Fokus auf sich selbst richtet. Den Fokus auf sich selbst zu richten ist nicht zu verwechseln mit negativem Egoismus, bei dem man aus egoistischen Gedanken nur das macht, was für einen selber stimmt. Da geht es nur um die Wahrnehmung und nicht um die Handlung. Denn da, wo die Wahrnehmung ist, da geht auch die Energie hin.

Wenn das Energiefeld stark ist, ich den Fokus auf mir selbst habe, muss ich keine Angst vor fremder Energie haben?

Genau. Das reicht vollkommen aus.

Ist es möglich, dass ich, ohne es zu wissen, meine Energie auf andere übertrage? Wenn ja, wie verhindere ich das?

Also grundsätzlich ist es in einem gewissen Mass in kleinen Dosen natürlich und findet im Austausch mit Menschen immer wieder statt. Das ist auch nicht tragisch und spielt auch keine Rolle, wenn man da immer wieder ein wenig Energie verliert. Das Energiefeld produziert mehr als genügend Energie. Problematisch wird es erst dann, wenn es zu einer Gewohnheit wird, dass ich allen Menschen helfen will, wenn ich Kraft gebe, es mit den Menschen gut meine und mich dadurch selbst zurückstelle, mich selbst vergesse und meine ganze Aufmerksamkeit den anderen schenke. Dann beginne ich meine Energie und mich selbst dadurch zu verlieren.

Was geschieht mit mir, wenn mir jemand meine eigene Energie stiehlt? Kann ich das verhindern?

Wenn jemand anderes die eigene Energie stiehlt und das Energiefeld intakt ist, braucht es eine kurze Zeit und das Energiefeld hat die Energie wieder selbst produziert. Das ist eigentlich nicht so schlimm. Schlimm ist es nur, wenn es zu einem Dauerzustand wird und die ganze Zeit passiert. Verhindern kann man es, indem man genügend stark ist, sich abgrenzen kann und jemanden nicht so nahe heranlässt, dass er einem in dem Sinne die Energie wegnehmen kann. Darum ist es auch wichtig, wenn man merkt, dass jemand einem Kraft nimmt, man sich da bewusst versucht abzugrenzen und ein wenig auf Distanz geht, damit man selbst in der Kraft bleiben kann.

Was kann ich tun, damit ich so viel eigene Energie wie möglich habe?

Das ist eine sehr gute Frage. Das ist etwas sehr Einfaches. Das Schöne ist, es ist so einfach, dass es jeder machen kann. Es ist aber auch so einfach, dass mir das in der Regel nie jemand glaubt. Man muss eigentlich nur den Fokus auf sich selbst haben. Man muss sich selbst im Zentrum des eigenen Lebens spüren. Wenn man das noch nicht kann, muss man den Fokus auf sich selbst richten, bis man das spürt und dadurch wird immer mehr eigene Kraft produziert. Wenn man keine Energie haben will, dann muss man den Fokus auf alles andere richten und dann geht die Energie dahin und die Energieproduktion wird lahmgelegt. Also kann ich nur jedem empfehlen, der stark sein möchte, den Fokus auf sich selbst zu richten, um so die eigene Kraft zu aktivieren.

Wenn ich ein Gespräch führe, müsste ich die ganze Zeit den Fokus auf mich selbst richten und dem anderen nicht zuhören. Ist das richtig?

Eigentlich stimmt es. Man muss den Fokus auf sich selbst richten und dem anderen nicht zuhören. Das findet aber nur dann statt, wenn man keine Übung hat. Wenn man sehr viel Übung hat, dann kann man gleichzeitig den Fokus auf sich selbst haben und dem Gesprächspartner sehr aufmerksam folgen, ohne Mühe. Das hat aber ganz stark mit Übung zu tun. Man kann auch nicht von einer Stunde auf die andere lernen, den Fokus auf sich selbst zu behalten. Das ist etwas, das Zeit braucht.