Lebensmüde wirst du, wenn du das Gefühl dafür verlierst, dass alles gut kommt

Lebensmüde wirst du, wenn du das Gefühl dafür verlierst, dass alles gut kommt

«Menschen, die einen schlechten, gar keinen oder einen zu schwachen inneren Antrieb haben, sind eigentlich lebensmüde», erklärt Energiefeldmechaniker Rico Brunner. «Im Energiefeld erkennt man bei diesen Menschen, dass es nicht mehr richtig von Energie durchströmt ist, anteilsnamenslos ist, nicht mehr richtig funktioniert.» Grund dafür sei, dass das «innere Antriebsrädchen» im Energiefeld nicht mehr dreht.

Dieses Antriebsrädchen bewirke, dass wir jeden Tag aufstehen, dass wir jeden Tag unsere Dinge erledigen. «Und wenn dieses Antriebsrädchen nicht mehr dreht, dann ist man in einem Stillstand, ist lebensmüde – und dann kommt man nicht mehr vorwärts», erklärt Brunner. Es fehle an Lebenssinn, am Gefühl, sich weiterentwickeln zu wollen.

Für Rico Brunner geht darum, den Bezug zu sich selbst zu stärken, das Vertrauen ins Leben zu stärken. Zu schauen, dass man mit Enttäuschungen besser umgehen kann. «Ich glaube, ein wichtiger Antrieb für Lebensfreude und nicht Lebensmüdigkeit ist, dass man Ziele hat, dass man Dinge hat, die man will, wo man darauf hinarbeiten kann oder sich darauf hinbewegen will – dass man versucht, das eigene Leben mit Sinn zu füllen und auch mal was Neues auszuprobieren.»

Rico Brunner, wieso werden Menschen lebensmüde?
Da gibt es es natürlich zwei Varianten. Diejenigen, die sich so verhalten, als ob ihr Leben nichts wert ist und dann immer übermässige Risiken eingehen. Und das hat eigentlich mit dem Bezug zu sich selber zu tun, aber auch zum Teil mit dem Charakter, weil einem, ich sage mal, der Kick oder das Erlebnis wichtiger ist als die eigene Unversehrtheit. Die andere Form von lebensmüde ist eigentlich, wenn jemand im Leben zu viel geben musste, zu viel machen musste, überfordert gewesen ist, zu wenig zurückbekommen hat und irgendwann eigentlich so die Perspektive und den Sinn des Lebens abzunehmen beginnt, und der Aufwand fürs Leben höher wird. Und irgendwann merkt man, dass man ja nur gibt und nichts bekommt und über einen längeren Zeitraum nichts von dem hat, das man gibt. Und dann verschwindet so die Lebensfreude, man wird dann des Lebens müde. Und das hat eigentlich nicht unbedingt mit dem Alter zu tun. Ältere Menschen trifft es ein wenig häufiger, aber ich kenne auch viele junge Menschen, die Mühe haben, weil sie vielleicht aus anderen Gründen als ältere Menschen die Perspektive verloren haben.

Jetzt hat ja jeder Mensch seine schlechten Phasen, aber nicht jeder ist deswegen gerade lebensmüde?
Ich glaube, der Unterschied liegt da vor allem darin, dass Menschen, die lebensmüde sind, auch nicht mehr eine so starke Perspektive haben. Menschen, die Stress haben, denen es nicht gut geht und die eine Perspektive haben, die sagen, ja, und in 20 Jahren kommt dann alles wieder gut irgendwann. Die bleiben im Lebenskampf, in der Lebenserhaltung drin. Und Menschen, die an einen Punkt kommen und sagen, ja, das kommt eh nicht mehr gut, ich werde eh nicht mehr glücklich und für was das Ganze, bei denen stellt sich natürlich eine Ermüdung ein und dann ist man des Lebens müde.

Hat man sich dann auch wie selber aufgegeben?
Spannend ist, dass lebensmüde Menschen nicht unbedingt sich selber aufgeben, sondern mehr den Glauben ans Leben. Den Glauben daran, dass das, was sie machen zu Erfolg führt oder zur Veränderung führt oder irgendeinen Nutzen hat oder wirklich etwas verändern kann.

Was sind mögliche Gründe, denen du begegnest, wo jemand lebensmüde wird oder ist?
Ich glaube, es gibt ganz verschiedene Gründe für lebensmüde zu sein. Ein Teil kann sicher auch aus einer körperlichen Erkrankung heraus entstehen. Ich erlebe auch immer wieder, dass Menschen, die zum Beispiel einen zu tiefen Eisenspiegel haben, das sind dann vor allem Frauen, dass sie dann irgendwann müde werden und keine Kraft mehr haben. Das ist auch eine Form von lebensmüde.

Sonst erlebe ich es vor allem bei Menschen, die viel versucht haben, gescheitert sind oder nicht das zurückbekommen haben, was sie erhofft oder erwartet haben oder was sie gebraucht haben. Und dann beginnen aufzugeben, nach dem Motto: Für was soll ich mich noch bemühen, es hat ja eh keinen Sinn. Und dann gibt es natürlich sehr viele verschiedene Stufen von lebensmüde. Ich glaube, lebensmüde zu sein hat auch damit zu tun, dass man irgendwo in Situationen oder im Leben ein wenig zerbrochen ist durch Überforderung, durch Enttäuschung. Und dann beginnt der innere Antrieb wie zu erlöschen.

Wie zeigt sich das für dich im Energiefeld?
Menschen, die einen schlechten oder gar keinen oder einen zu schwachen inneren Antrieb haben, sind eigentlich lebensmüde. Das heisst, lebensmüde Menschen erkennt man im Energiefeld, wenn das Energiefeld nicht mehr richtig von Energie durchströmt ist, wenn es anteilsnamenslos ist, wenn es nicht mehr richtig funktioniert. Aber nicht aus einem Grund heraus, wo man sagt, das sind Verletzungen, sondern man könnte sagen, irgendwo im Energiefeld versteckt ist so ein inneres Antriebsrädchen, das bewirkt, dass wir jeden Tag aufstehen, dass wir jeden Tag unsere Dinge erledigen. Und wenn dieses Antriebsrädchen nicht mehr dreht, dann ist man in einem Stillstand und dann ist man lebensmüde und dann kommt man nicht mehr vorwärts. Und im Energiefeld sieht man dann, dass die Energiefelder sich nicht mehr aus der eigenen Kraft heraus bewegen, aber nicht aus Ermüdung, sondern weil im Energiefeld so der Sinn, der Lebenssinn nicht mehr verankert ist. Oder man kann auch sagen, der Lebenssinn ist das Gefühl, weiter zu wollen, sich entwickeln zu wollen. Und wenn der nicht mehr aktiviert ist, dann sieht man im Energiefeld, dass es eigentlich lebensmüde ist.

Und wie bringst du dieses Rädchen wieder zum Laufen?
Das ist in der Tat was, was sehr schwierig ist bei Menschen, die lebensmüde sind, weil die Lebensmüdigkeit in der Regel sehr tief im Energiefeld verankert ist, ein sehr komplexer Prozess ist. Da geht es eigentlich darum, den Bezug zu sich selber zu stärken, das Vertrauen ins Leben zu stärken. Zu schauen, dass man mit Enttäuschungen besser umgehen kann, dass sich seelische Verletzungen herauslösen mit dem Ziel, dass das Energiefeld langsam wieder beginnt, sich zu bewegen, sich aufzubauen und das Energiefeld langsam wieder mit Lebenskraft und Lebensfreude gefüllt wird, damit die Lebensmüde oder die Lebensmüdigkeit der Lebensfreude weichen kann.

Was sind deine Tipps, wie jemand mit seinem Leben wieder besser, freudvoller umgehen kann?
Ich glaube, wichtig ist, und ein wichtiger Antrieb für Lebensfreude und nicht Lebensmüdigkeit ist, dass man Ziele hat, dass man Dinge hat, die man will, wo man darauf hinarbeiten kann oder sich darauf hinbewegen will – dass man versucht, das eigene Leben mit Sinn zu füllen. Ich erlebe immer wieder, dass Menschen sagen, ja, ich weiss ja nicht, was ich machen soll und ich mag nichts ausprobieren, weil ich weiss eh nicht, ob es mir gefällt. Und das ist dann schwierig, denn ohne etwas auszuprobieren, kann man nicht in einen eigenen Sinn hineinkommen.

Ich erlebe oft bei Menschen, die einen starken Lebenssinn haben, starke Lebensfreude haben, dass es in der Regel oder vielfach Menschen sind, die viel ausprobiert haben, die auch gescheitert sind und gesagt haben, okay, dann kommt halt das nächste und irgendwie finde ich schon was, was mir gefällt.

Und das ist für mich der Gegenspieler dazu, zur Lebensmüdigkeit – die Lebensfreude. Und ich glaube, jemand, der lebensmüde ist, der muss einfach beginnen, Dinge auszuprobieren, bis er etwas findet, was ihm gefällt. Und vielleicht auch Dinge ausprobieren, die vielleicht außerhalb seiner eigenen Gewohnheiten liegen.