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Soziale Isolation: Schritt für Schritt aus der Einsamkeit

«Die soziale Isolation ist ein Zustand von Ausgegrenztheit, wo man mit sich selbst gezwungenermassen allein gelassen wird», erklärt Energiefeldmechaniker Rico Brunner. Dabei gebe es die äussere Isolation, wo man von aussen dazu verdonnert werde, in eine Isolation zu gehen. Es gibt aber auch die innere Isolation, wo sich jemand zurückzieht, sich ausschliesst aus dem Leben.

«Also, ich glaube, die Isolation ist eine freiwillige oder unfreiwillig gewählte Einsamkeit, die einem vom Leben abschneidet, ausschliesst», resümiert Brunner.

Hier geht es für Brunner in seiner Arbeit als Energiefeldmechaniker ganz stark darum, zu schauen, «dass dieser Mensch aus seiner Spirale herauskommt, die nach unten zeigt. Dass er beginnt, sich selbst wieder besser zu spüren, wenn er überfordert ist». Und die grösste Herausforderung in diesen Situationen ist laut Brunner, die seelischen Verletzungen herauszulösen.

«Damit die Überforderung, die ja der Grund für diese negative Selbstisolation gewesen ist, sich wieder legt, und man so eigentlich wieder den Schritt ins Leben hinein machen kann», erklärt Brunner.

Rico Brunner, wie würdest du soziale Isolation beschreiben?

Die soziale Isolation ist ein Zustand von Ausgegrenztheit, wo man eigentlich mit sich selbst gezwungenermassen alleine gelassen wird. Es gibt dann die äussere Isolation, wo man von aussen dazu verdonnert wird, in eine Isolation zu gehen. Es gibt da ganz viele Situationen. Es gibt aber auch die innere Isolation, wo ich mich zurückziehe, wo ich mich ausschliesse aus dem Leben.

Also, ich glaube, die Isolation ist eine freiwillige oder unfreiwillig gewählte Einsamkeit, die einen vom Leben abschneidet, ausschliesst.

Bei der selbstgewählten Isolation: Ist das in jedem Fall für dich ungesund, wenn man sich zurückzieht?

Hier stellt sich die Frage: Ist die selbstgewählte Isolation aus der Stärke heraus oder aus der Schwäche heraus gewählt? Aus der Stärke heraus gewählt kann eine Selbstisolation etwas sehr Gutes sein, etwas sehr Stärkendes, etwas Kräftigendes.

Wenn ich sage: «Ich ziehe mich mal vier Wochen oder acht Wochen zurück und will niemanden sehen. Ich will für mich alleine sein», wird das eine positive Isolation.

Wenn man aber eine negative Isolation macht, in dem, dass man sagt: «Ich will mit niemandem mehr zusammen sein, weil die Menschen für mich nicht gut sind. Und ich ziehe mich zurück», und sich aus der Überforderung heraus isoliert, dann ist es eher etwas, was nicht so optimal ist langfristig für das Energiefeld. Weil dann diese Überforderungen beginnen, bei einem sehr viel Stress auszulösen. Und dann ist es eher eine unzufriedene Isolation.

Und wie arbeitest du, wenn du diesen Fall antriffst, mit diesem Klienten?

Da geht es ganz stark darum zu schauen, dass dieser Mensch aus seiner Spirale herauskommt, die nach unten zeigt. Dass er beginnt, sich selbst wieder besser zu spüren, wenn er überfordert ist. Und die grösste Herausforderung in diesen Situationen ist, die seelischen Verletzungen herauszulösen. Damit die Überforderung, die ja der Grund für diese negative Selbstisolation gewesen ist, sich wieder legt. Und man so eigentlich wieder den Schritt ins Leben hinein machen kann.

Jetzt gibt es ja dann Menschen oder Freunde, die meinen das gut und sagen: «Ja, komm doch mal wieder aus deinem Schneckenhaus heraus!»

Das ist grundsätzlich etwas sehr Gutes. Ich glaube, wichtig ist, wenn jemand wirklich isoliert und überfordert ist: Dass man diese Isolation, die ja auch stattfindet, wenn man mit diesem Menschen Zeit verbringt, dass diese Isolation Raum haben darf. Dass diese Isolation zugelassen werden muss, ohne dass man diesen Menschen dann ausgrenzt und wieder in Isolation hineintreibt. Also, dass man sagt: «Okay. Wir sind jetzt fünf Freunde. Und ein Freund ist auch noch dabei, der ist isoliert. Der wird jetzt am heutigen Abend ein wenig zurückhaltend sein, ein wenig komisch sein. Das ist egal. Wir nehmen ihn, wie er ist, damit er, wenn auch, nur noch halb isoliert ist.»

Denn emotional, innerlich, ist er ja immer noch isoliert, auch wenn er draussen ist. Dass er da trotz allem Inputs bekommt und gute Erlebnisse hat, die ihm vielleicht helfen, das Bedürfnis zu entwickeln, seine Isolation zu überwinden. Seine, ich sage mal, aus Überforderung gewählte Selbstisolation.

Ist das auch ein Selbstschutz?

Die Selbstisolation kann ein Selbstschutz, es kann aber auch eine Selbstbestrafung sein.

Wann ist es eine Bestrafung?

Wenn ich mich aus dem Leben zurückziehe, weil ich finde, dass ich alles falsch mache. Dass ich nicht die richtigen Entscheidungen treffe. Dass es eh nichts bringt. Das sind solche Faktoren, die das dann begünstigen.

Auch das Gefühl irgendwo: Ich bin nichts wert?

Nein, vielleicht noch ein wenig anders. Nicht, dass ich nichts wert bin. Aber so nach dem Motto: Wieso kann ich das nicht? Und: Ich scheitere immer wieder. Und ich mag nicht mehr scheitern. Und man ist überfordert und zieht sich dann zurück und ist dann eigentlich negativ geprägt.

Was ist jetzt vom Energetischen her für dich das erste, das du in dieser Situation machst?

Da geht es ganz klar darum, die Überforderung zu stabilisieren, die seelischen Verletzungen herauszulösen, daran zu arbeiten, dass sich das Energiefeld beruhigt. Auch, dass man mit Stress besser umgehen kann und mit sich selber beginnt, tolerant und wenig streng zu werden. Da gibt es natürlich noch viele andere Kombinationen und Bereiche, die berücksichtigt werden müssen. Aber das sind so anhand von meinen aktuellen Erfahrungen die wichtigsten. Das ist aber auch wieder sehr individuell.

Ich glaube, auch da ist es wichtig: Bis jemand in eine negative Selbstisolation geht, braucht es in der Regel viele Erfahrungen, die über Jahre entstanden sind. Und da darf man jemanden nicht herausreissen mit Gewalt. Sondern so, dass er, wenn er den Weg zurück in, ich sage mal, die Normalität geht, in die Begegnung geht, dadurch dann nicht überfordert wird.

Was wären jetzt aus deiner Sicht so im Sinne von Tipps kleine Schritte, wie jemand da wieder zusätzlich mit sich selber herausfinden kann?

Da würde ich ganz klar einen Wochenplan empfehlen, um den Weg aus der Isolation herauszufinden. Einen Wochenplan in dem Sinn, dass man aufschreibt: An welchen Tagen will man isoliert sein? Und an welchen Tagen will man versuchen, die Isolation zu durchbrechen?

Und auch da würde ich mit kleinen Erfolgserlebnissen arbeiten. Ich sage mal: Wenn jetzt jemand das Haus nie verlässt, dann würde ich sagen: «Geh doch einmal in der Woche an Kioske und sprich mit der Kioskfrau über das Wetter.»

Und wenn das klappt, dann würde ich sagen: «Und jetzt gehst du einmal in der Woche einkaufen und versuchst, mit der Frau an der Kasse zu sprechen. Oder machst dir zur Aufgabe, dass du immer eine Verkäuferin ansprichst, die dir zeigen muss, wo ein Nahrungsmittel ist, was du nicht findest.» Das können am Anfang so einfache Dinge sein, die aber für jemanden, der isoliert ist, viel bedeuten können.

Und dann kommt natürlich der Punkt, wo man auch mit Freundschaften wieder versuchen muss, Fuss zu fassen. Und da ist es vielleicht am einfachsten, wenn man den Mut findet und die Kraft findet, zuerst einem Freund zu schreiben. Um zu sagen: «Du, ich habe mich in den letzten zwei Jahren isoliert. Das ist auch der Grund, warum wir uns nicht mehr gesehen haben. Ich möchte aus dieser Isolation heraus. Es ist schwierig für mich. Ist es für dich in Ordnung, wenn wir uns einmal im Monat für eine halbe Stunde treffen und miteinander ein wenig quatschen? Das ist für mich so eine Übung aus der Isolation heraus. Und ich wäre froh, wenn du mich da unterstützen würdest.»

Ich glaube, der Weg aus der Isolation funktioniert nur dann, wenn das Umfeld weiss, dass man in einer Isolation ist. Denn Leute, die sich isolieren, geben dem Aussen, geben den Menschen das Gefühl, dass man sie ablehnt. Und dann ziehen sich dann die Menschen auch zurück. Weil man ein Gefühl hat: «Okay. Der ist ja nur noch zu Hause. Der spricht nicht mehr mit mir. Dann interessiert er mich nicht mehr.» Und wenn ich weiss: «Nein, der hat ein Problem. Der isoliert sich», und der mir das schreibt, dann kann ich sagen: «Okay. Ich sehe ihn zwar fast nicht, aber der hat Probleme.»

Dann verbringe ich einmal in der Woche eine halbe Stunde mit ihm und helfe ihm. Und dann, vielleicht entsteht dann die Freundschaft wieder neu und kann dann fortgesetzt werden.

Also auch von beiden Seiten im weitesten Sinn der Versuch, wieder aufeinander zuzugehen?

Genau. Das ist ganz wichtig. Denn bei Isolationen sind Menschen sehr empfindlich. Und wenn man dann nicht gerade ein Erfolgserlebnis hat, dann zieht man sich wieder ins Schneckenhaus zurück und wartet eigentlich, bis es wieder von allein weitergeht. Und im Leben geht leider nichts von allein.

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