Warum braucht Regeneration Zeit?

Warum braucht Regeneration Zeit?

Regeneration ist sehr natürlich und ist etwas, das wachsen muss, was entstehen muss.
Ich mache einen Vergleich: Eine Schürfung am Arm braucht Zeit bis die Wunde ausheilt. Beim Energiefeld verhält es sich nicht anders – wurde es überbeansprucht oder verletzt, braucht es Zeit, bis es sich regenerieren kann.

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Dieses Interview ist eine Transkription. Der Text wurde 1:1 vom Video-Podcast übernommen und nur leicht bearbeitet, um den Inhalt nicht zu verfälschen. Wir behalten uns vor, die Texte zu einem späteren Zeitpunkt zu überarbeiten.

Wie lange dauert die Behebung von Regenerationsstörungen?

Es kommt darauf an, wie intensiv die Regenerationsstörung ist. Wenn jemand zum Beispiel gut unterwegs aber erschöpft ist. Dies kann beruflich oder in privaten Bereichen sein. Hier kann es sein, dass man nach ein, zwei Monaten fit und erholt ist.

Besteht die Überforderung seit Jahren, ist es wie ein Gummiband, das überdehnt bis es reisst. Dieses Reissen bewirkt, dass die Regeneration nicht mehr stattfinden kann. Das ist dann eine Funktionsstörung. Ich arbeite daran, dass die Funktionsstörung langsam zusammenwächst und sich erholen kann. Danach schaue ich, dass die Widerstandsfähigkeit wiedergegeben ist.

Der andere Teil besteht darin, zu schauen, wieso es zu dieser Überbelastung gekommen ist. Ich arbeite daran, das gesamte Energiefeld zu stärken, dass es nicht zu denselben Überlastungen kommt.

Kann ich es mit einer Operation vergleichen: Wenn der Knochenbruch versorgt wurde, benötigt es Zeit, bis es vollständig zusammengewachsen ist?

Genau, die Energiefelder verhalten sich vom Prinzip her gleich.

Obwohl es keine Materie ist, in dem Sinne?

Genau, das macht es ja für Betroffene, die erschöpft sind oder ein Burnout haben, so schwierig. Vor nicht so langer Zeit wurden Leute mit einem Burnout noch belächelt. Nach dem Motto: “Du möchtest doch nicht mehr arbeiten.” Heute kommt dies öfter in unserer Gesellschaft vor und man merkt: “Okay, Leute mit einem Burnout haben wirklich ein Problem, das muss man ernst nehmen”. Betroffene aber leiden oft darunter, weil man es ihnen ja nicht ansieht.

Wenn wir die Energiefelder auch sehen könnten, wäre es um ein Vielfaches einfacher für uns, weil wir eine Erklärung dafür hätten.

Genau. Könnte man die Energiefelder sehen, wird sichtbar, wieso und wie stark die Probleme eines Menschen sind. Ohne dies spürt man vielleicht ein wenig, dass es dem Menschen nicht gut geht, kann es aber nicht nachvollziehen. Denn nur, weil jemand ein Burnout hat, muss er keinen schlechten Eindruck machen oder ungepflegt sein. Es ist die Belastbarkeit, die nicht mehr funktioniert.

Das kann man mit jemanden vergleichen, der aus gesundheitlichen Gründen nicht schwer heben kann und sagt: “Ich kann nicht mehr als drei Kilo heben.” Man stelle sich vor es handelt sich um einen zwei Meter-Mann, der muskulös erscheint. Man schaut ihn an und sagt: ”Was? Du kannst nicht mehr heben? Das geht doch nicht, du scheinst gross und stark zu sein.”

Genauso kann es bei einem Burnout sein. Jemand macht einen guten Eindruck, hat aber nicht die Kraft, widerstandsfähig zu sein und ist innerlich ausgelaugt, überfordert und ausgebrannt. Das sieht man nicht in jedem Fall. Für Betroffene ist dies äusserst schwierig.

Unterscheidet sich die Heilung von Energiefeldern zur körperlichen Heilung?

Ja, auf jeden Fall. Wenn man es sich genauer anschaut, sind das zwei unterschiedliche Prozesse. Das Energiefeld kann mehr kompensieren und mehrere Auswege gehen oder Umwege machen, als der Körper. Das heisst, wenn etwas im Körper nicht mehr richtig funktioniert, dann wachsen uns ja keine neuen Körperteile nach. Beim Energiefeld aber ist es so. Es können neue Bereiche gebildet werden, welche die alten, defekten Bereiche kompensieren können. Das findet beim Körper nur bedingt statt.

Ist das richtig: Ein neuer Bereich im Energiefeld entsteht, welcher den alten ablöst. Dann stirbt der alte ab, und der genesene übernimmt dann die korrekte Funktion?

Vereinfacht gesagt, ja. Schaut man das tiefer an, übernimmt der neue Teil das so stark, dass der alte Bereich im Neuen integriert wird. Und zwar mit allem, was funktioniert. Was nicht richtig funktioniert, wächst in den neuen Bereich und beginnt dann zu funktionieren. Das ist abstrakt; es wird nicht abgestossen, sondern integriert. Das kann aber manchmal sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Ich mache ein Beispiel zum besseren Verständnis: Es gibt Erfahrungsberichte von erblindeten Menschen, die mit der Zeit verbesserte Wahrnehmungsfähigkeiten wie das Hören oder Tasten entwickelten. So ähnlich muss man sich das Kompensieren im Energiefeld vorstellen.

Gibt es einen generellen Verlauf der Selbstheilung?

Nein. Regeneration ist sehr individuell und sogar bei demselben Menschen regenerieren sich unterschiedliche Bereiche auf verschiedene Art und Weise. Das kann man sich schwer vorstellen, macht aber Sinn, weil unterschiedliche Bereiche andere Prozesse haben und somit verschieden funktionieren. Das Selbstvertrauen funktioniert anders als die Eigenliebe. Das Durchsetzungs-Vermögen anders als das Abgrenzungs-Verhalten und so hat jeder Bereich eigene Regenerations-Abläufe, die natürlich entstehen.

Unterschiedliche Menschen haben die gleichen Symptome — ist die Regenerationsdauer bei beiden gleich?

Das kann sein, in der Regel: nein. Auch wenn es gleich zu sein scheint, sind die Beweggründe bei jedem anders. Ich mache ein Beispiel: Zwei Menschen fahren nebeneinander Ski, fallen hin und beide brechen sich das Bein. Einer hat eine Vorgeschichte mit Bluthochdruck, hat Probleme mit der Heilung und nicht so starke Knochen. Der Bruch wächst deshalb nicht richtig zusammen. Der andere ist gesund, hat keine gesundheitlichen Probleme, und der Bruch wächst innerhalb kürzester Zeit nahtlos zusammen. Führen dieselben Symptome oder Erlebnisse zu Symptomen oder Funktionsstörungen, heisst es nicht, dass der Heilungsweg identisch ist. Es kommt auf die Gesamt-Konstellation an. Sie mussberücksichtigt werden und entscheidet darüber, wie man mit der Arbeit den Weg geht.

Kannst du eine Prognose über die Dauer der Regeneration geben?

Das ist extrem schwierig und hängt von vielen Faktoren ab. Man spürt, wie schnell es vorwärts geht und bekommt ein Gefühl für Zeit, wenn ich mit meiner Arbeit beginne. Das Wichtigste ist, nicht dauernd darüber nachzudenken, wie schnell es geht.

Das Ziel ist wirklich, sauber zu arbeiten und so gestärkt zu sein, dass es auch nachhaltig funktioniert. Ob es ein halbes Jahr oder ein Jahr länger geht, ist aus meiner Sicht nicht entscheidend. Ich kenne sehr viele Leute, die im Laufe ihres Lebens immer wieder etwas Neues ausprobiert haben, sie waren dabei sehr engagiert und haben sich am Ende aber über 10, 15 Jahre lang im Kreis gedreht. Ich glaube, es ist wichtig, dass man die Geduld aufbringt, wenn man etwas gefunden hat, das einem hilft und weiterbringt, damit auch komplexere Erschöpfungszustände gelöst werden können. Denn das braucht wirklich einfach Zeit.

Wie weisst du, was Klienten für die Herstellung von funktionsfähigen Energiefeldern brauchen?

Das lese ich aus dem Energiefeld heraus. Im Energiefeld ist sichtbar, warum eine Erschöpfung entstanden ist und woran ich arbeiten muss. Ich lese heraus, welche Funktionen wieder funktionieren müssen, dass die Regeneration erneut stattfindet und die Belastbarkeit wiederkommt. Man muss es sich so vorstellen: Ich sehe das Energiefeld wie eine Karte oder eine Betriebsanleitung. Ich muss sie eigentlich nur lesen. Aus dieser Analyse erschliessen sich dann die nächsten Schritte.

Man hört immer wieder von raschen Heilungen. Entspricht das nicht deiner Philosophie?

Doch, ich bin sehr für rasche Heilungen, wenn dies möglich ist. Rasche Heilungen gibt es dann, wenn jemand am Ende seines Prozesses zu mir kommt.

Ein Krankheitsverlauf kann in drei Teile aufgebaut werden.
Der erste Teil: Der steinige Teil. Hier geht es darum, eine Basis zu bilden und langsam auf dieser aufzubauen. Das ist ein sehr mühsamer Teil, denn es geht langsam voran.

Der mittlere Teil: Hier wird es einfacher, weil man eine gewisse Stabilität hat, worauf aufgebaut wird.

Der letzte Teil: Hier ist man ein wenig schneller. Kommt jemand im dritten Teil zu mir, ist die Grundstabilität vorhanden, vieles funktioniert. In solchen Fällen kann es sein, dass jemand nur kurze Zeit begleitet wird, weil ich nur noch die Schlussarbeit mache.

Ich mache einen Vergleich: Wie lange dauert es ein Haus zu bauen? Wenn ich es von Grund auf neu baue, hebe ich erst den Keller aus und baue weiter bis zum Dach. Das dauert länger, als wenn jemand ein Haus kauft, bei dem nur noch die Fenster eingesetzt werden.

Wie lange es dauert, bis jemand stark ist, hängt von der Energie-Konstellation ab und wie weit die Heilung fortgeschritten ist. Je nach dem geht es schneller oder braucht mehr Zeit. Spontanheilungen gibt es, wenn es im letzten Drittel auf einmal schnell heilt. Würde man im Energiefeld nachsehen, würde man sehen, dass viel Zeit vergangen ist, bis sich die Funktionsstörungen lösen konnten.

Wichtig zu sagen ist: Jedes Energiefeld hat eine maximale Entwicklungsgeschwindigkeit. Arbeitet man mit der Instandsetzung schneller als die Entwicklungsgeschwindigkeit, überfordert es das Energiefeld und es beginnt zu blockieren. Ich darf also nur so schnell arbeiten, wie das Energiefeld es überhaupt erträgt und integrieren kann.

Ich mache ein Beispiel: Theoretisch könnte man jeden Menschen dazu bringen, 100 Meter unter acht Sekunden zu laufen. Wenn man ihn an ein Auto anbindet und losfährt, was jetzt makaber klingt. Jeder von uns kann sich vorstellen, was dies für Auswirkungen für diesen Menschen hätte. Er müsste hospitalisiert werden weil er schneller gelaufen ist, als er das eigentlich kann.

Genauso ist es beim Energiefeld. Möchte man schneller helfen, als das Energiefeld erträgt, wird es überlastet und verletzt. Es beginnt an anderen Orten Fehlfunktionen zu bilden. Am Ende löst man ein Problem und verursacht 100 Neue, was aus meiner Sicht keinen Sinn macht.

Benötigen Funktionsstörungen immer längere Zeit, bis sie behoben sind?

Nein. Einfache Funktionsstörungen kann man schnell beheben, komplexere Funktionsstörungen können Jahre brauchen, bis sie in ihrer Gesamtheit wieder funktionieren. Vor allem dann, wenn sie komplex sind und sie viele Wechselwirkungen in anderen Bereichen aufweisen.

Kann ich die Regenerationszeit meiner Energiefelder beeinflussen?

Schwierig zu sagen. Wenn man gut zu sich selber schaut, macht man schon das Maximale, damit sich die Energiefelder selber instand setzen. Von daher kann man es bedingt beeinflussen. Jedoch nicht so sehr, wie man das gerne würde.

Wie konzentriere ich die Energie mehr auf mich?

Es gibt eine einfache Übung: Ich konzentriere mich auf mich selbst und versuche meinen ganzen Körper zu spüren. Beim Einatmen schliesse ich die Augen und beim Ausatmen öffne ich sie. Das bewirkt, dass mir der Umgang vom Aussen und vom Innen stärker bewusst wird.
Wenn die Konzentration auf mir liegt und ich meine Augen schliesse, spüre ich mich. Wenn ich die Augen öffne, versuche ich mit der Energie und der Kraft bei mir zu bleiben und nehme gleichzeitig das Aussen wahr.

Diese Übung unterstützt die Abgrenzung und fördert das Bewusstsein, bei sich selbst zu sein. Wenn man das regelmässig macht, bewirkt das, dass man langsam stärker wird. Täglich zwei, drei Minuten, das reicht aus. Es ist wie beim Konditionsaufbau. Nach dem ersten Jogging darf man nicht das Gefühl haben, bereits einen Marathon laufen zu können. Es braucht Zeit bis die Kondition aufgebaut werden kann.