Durch innere Stärke werden Blockaden kleiner

Durch innere Stärke werden Blockaden kleiner

«Der Hauptauslöser für Blockaden sind seelische Verletzungen, die oft in der Kindheit entstehen», erklärt Energiefeldmechaniker Rico Brunner. «Man kann aber auch blockiert werden, weil man überfordert ist, sich selbst zu viel zumutet oder einem zu viel zugemutet wird oder weil man etwas machen will oder muss, das einem gegen den Strich geht», sagt Brunner.

Bei einer Überforderung müsse die Widerstandsfähigkeit aufgebaut werden, damit man belastbarer werde und sich die Blockade dadurch lösen könne.

«Ist eine Blockade aus Verletzungen entstanden, die noch mit Ängsten und Unsicherheiten zu tun hat, dann geht es in der Energiefeldmechanik darum, behutsam und nicht zu schnell an den Verletzungen zu arbeiten», betont Brunner. Gleichzeitig sei es sehr wichtig, auch an der Stabilität zu arbeiten, damit die Kraft und Stärke zunehmen, sich nachher der Situation auch stellen zu können, wenn sich die Blockade zu lösen beginne. «Hilfreich ist dabei, sich selbst nicht auf die Blockade zu konzentrieren, sondern darauf, was einen stark macht.»

Rico Brunner, wann ist ein Mensch blockiert?
Blockiert ist ein Mensch immer dann, wenn er etwas machen will und er es nicht kann und eh mit der Umsetzung überfordert ist. Dann ist man blockiert.

Was sind für dich so Auslöser, wo man eben dann blockiert wird?
Der Hauptauslöser für Blockaden sind sicher seelische Verletzungen. In der Praxis fällt mir wirklich auf, dass viele Blockaden, die wir im Erwachsenenalter haben, oft in der Kindheit entstehen, in der Regel so im Alter zwischen vier bis zwölf, maximal 15. Wenn man in diesem Alter verletzt und blockiert wird, dann verstärken sich diese Blockaden in der Regel im Erwachsenenalter. Man kann aber auch blockiert werden, weil man überfordert ist, weil man sich selbst zu viel zumutet oder einem zu viel zugemutet wird, das ist auch eine Möglichkeit, dass man blockiert wird. Oder dass man etwas machen will oder gezwungen wird, etwas zu machen, das einem gegen den Strich geht. Das blockiert auch.

Wie kann sich das jetzt im Alltag zeigen?
Grundsätzlich hat jeder Mensch Blockaden. Blockaden empfinden wir aber erst dann als Blockaden, wenn sie uns einschränken oder wir nicht unseren eigenen Weg gehen können. Das häufigste ist, wenn wir blockiert sind, dass wir dann beginnen, charmant auszuweichen. Dass wir dann sagen: «Okay, das ist nicht wichtig, das mag ich nicht» oder «Das brauche ich nicht» oder «Ich mache jetzt lieber was anderes». Das sind kleine Blockaden, die auch harmlos sind, die jeder von uns zwischendurch hat, und die man eigentlich auch nur bedingt ernstnehmen muss, die Teil des Lebens sind, weil man manchmal nicht mag, blockiert ist, manchmal nicht will, und blockiert ist. Und solange es nicht wichtige Teile im Leben betrifft, kann man diese Blockaden auch stehenlassen.

Und wenn es dann irgendwann so weit ist, dass man wieder das Gefühl hat: Ich kriege nichts mehr auf die Reihe, was ist dann?
Ich glaube, wenn man so blockiert ist, dass man nichts mehr auf die Reihe bekommt, dann hat man zu lange gewartet, um sich mit Blockaden auseinanderzusetzen. Das Wichtigste ist: Eine Blockade ist wie eine Verhärtung – und wenn ich in eine Verhärtung mit Gewalt hineingehe, mit Willen, mit Überzeugung, mit Disziplin, dann verstärke ich diese Verhärtung und sie wird immer stärker. Und man wird immer mehr blockiert. Wenn man sehr starke Blockaden hat, ist es deshalb wichtig, dass man sich da nicht hineindrängt, weil aus diesen Blockaden sonst wirklich starke Traumatisierungen werden können.

Wie zeigt sich jetzt das für dich im Energiefeld von so einem Menschen?
Im Energiefeld sind Blockaden immer als Verhärtungen sichtbar. Sie sind aber auch sichtbar mit Bereichen, die nicht mehr funktionieren, die zum Teil regungslos sind. Es können auch Bereiche sein, die energielos sind, wie luftleere Räume, wo durch die Blockade die Energie nicht mehr transportiert werden konnte und dann Bereiche im Energiefeld auch energielos sind. Das ist auch die Erklärung, warum Menschen, die blockiert sind, oft keine Kraft mehr haben, weil diese Verhärtung dann den Energiefluss unterbindet.

Also dann fehlt der Antrieb?
Nicht der Antrieb fehlt, sondern auch wenn der Antrieb da ist, wird die Triebfeder oder der Antrieb in der Mitte unterbrochen. Wie eine Telefonleitung, die abgeschnitten ist, die blockiert ist durch einen Schnitt, durch einen Unterbruch, da kann man den Hörer abheben so viel man will, man kann nicht telefonieren, weil die Leitung unterbrochen ist.

Und wie reparierst du das?
Bei Blockaden muss man unterscheiden: Ist es eine Blockade, die aus einer Überforderung entstanden ist? Dann geht es darum, die Widerstandsfähigkeit aufzubauen, zu schauen, dass sich der Druck im Energiefeld besser verteilt, damit man belastbarer wird. Und dann beginnt sich das Energiefeld zu lösen. Und diese Lösung bewirkt dann eine Entspannung und somit verschwinden eigentlich die Blockaden.

Wenn es eine Blockade ist aus Verletzungen heraus, die noch mit Ängsten zu tun hat, mit Unsicherheiten, dann geht es wirklich darum, behutsam und nicht zu schnell an den Verletzungen zu arbeiten. Nicht zu schnell deshalb, weil, durch ein zu schnelles Arbeiten die Gefahr besteht, dass man dadurch eine Retraumatisierung bewirkt. Also man muss sich da ein wenig Zeit lassen. Während man an den Verletzungen arbeitet, ist es sehr wichtig, auch an der Stabilität zu arbeiten, damit die Kraft und die Stärke zunehmen, sich nachher der Situation auch stellen zu können, wenn sich die Blockade zu lösen beginnt.

Löst man nur die Verletzung und baut keine Stärke auf, dann kann es sein, dass man dann wieder in eine Verhärtung hineinkommt, weil die Kraft fehlt, in der Stärke zu bleiben. Was vielleicht noch ganz wichtig zu sagen ist und was ich für mich noch zu wenig angesprochen habe: Bei Blockaden geht es nie darum, Blockaden zu lösen. Eine Blockade ist ein Selbstschutz. Eine Blockade blockiert bei etwas, was nicht mehr funktioniert. Man muss die Ursache lösen, an der Ursache arbeiten, die eine Blockade auslöst. Und wenn die Ursache gelöst ist, dann lösen sich die Blockaden aus eigener Kraft.

Was kann jetzt ein Mensch, mit dem du arbeitest, für sich im Alltag machen, dass er hier mit sich auf den Weg geht?
Was ich empfehle, wenn man begleitet wird: Dass man sich Zeit gibt und vielleicht für einen Moment den Blockaden aus dem Weg geht, damit der Druck nicht verstärkt wird. Wenn ich jemanden begleite, dann arbeite ich gleichzeitig auch an der Stabilität, damit die Person, wenn sie überfordert ist, in eine Kraft hineinkommt – und dann passiert eigentlich genug im Energiefeld, obwohl es der Betroffene vielleicht erst später fühlt, wenn es sich auszuwirken beginnt. Und wenn man dann selbst noch zu viel macht, dann kann es sein, dass ich dann weniger arbeiten muss, weil ich sehe, dass das Energiefeld überfordert ist.

Bei Blockaden ist es also eher wichtig, sich ein wenig auszuweichen, weil das Stillen einer Blockade in den meisten Fällen zu einer Verstärkung oder einer Verlagerung von einer Blockade führen kann.

Kannst du das «versuchen etwas auszuweichen», noch ein bisschen erklären?
Wenn ich eine Handlung machen will und ich merke, ich bin blockiert, dann geht es darum, zu versuchen, diese Handlung ein wenig zu vermeiden. Man kann es auch so sagen: Blockaden sind eigentlich überforderte Bereiche, aus welchem Grund auch immer, und diese Bereiche sind geschwächt. Und wenn ich jetzt auf diese Bereiche, ich sage mal, einschlage, weil ich mich ihnen die ganze Zeit stellen will, dann verstärke ich die Schwächung und verstärke dann auch dadurch die Blockade. Und wenn ich ausweiche, mache ich etwas, das mich nicht blockiert. Das, was mich nicht blockiert, macht mich stärker und durch diese Stärke kann es sein, dass diese Blockaden beginnen, leicht gelöst zu werden.

Also dass man auch nicht zu streng mit sich selbst ist?
Genau, das ist bei Blockaden extrem wichtig. Denn zu streng mit sich selbst zu sein, löst Druck aus und löst dann in einem zweiten Schritt auch Verhärtungen im Energiefeld aus. Und wenn man Blockaden hat, die bereits verhärtet sind, dann werden diese nochmals verstärkt.

Was würdest du jetzt empfehlen, dass man gerade in solchen Situationen auch liebevoller mit sich selbst umgeht?
Liebevoller mit sich selbst umzugehen ist natürlich immer sehr gut. Aus meiner Erfahrung ist es sehr schwierig, liebevoller mit sich selbst umzugehen, weil man auch aus der Überforderung heraus in einer Gewohnheit drin ist, wie man mit sich selbst umgeht. Man kann das sicher versuchen. Ich glaube, auch da ist es wichtig, sich selbst einfach nicht so stark unter Druck zu setzen, weniger streng mit sich zu sein, sich Zeit zu geben und sich nicht um die Blockaden zu kümmern, sondern um das, was einen stark macht. Denn wenn man stärker wird, dann werden die Blockaden proportional kleiner. Ich sage mal, der kleine Max hat grosse Probleme und die grossen Probleme vom kleinen Max sind kleine Probleme für den grossen Max. Das Problem ist gleich gross. Das ist natürlich altersbedingt, aber man kann auch von der Stärke so wachsen, dass man sich selber überragt mit der Zeit. Und dann verlieren auf einmal Blockaden, die früher stark gewesen sind, an Bedeutung.