Rico Brunner Blog | Audio-Podcast

Mit Leichtigkeit durchs Leben

Im Podcast Nr. 28 erklärt Rico Brunner, Spezialist für Energiefeldmechanik, weshalb oft seelische Verletzungen die Ursache für zu wenig Leichtigkeit sind und wie diese Verletzungen unser Energiefeld beeinflussen. Rico Brunner ist ein Energiefeld-Mechaniker, auch deshalb veranschaulicht er Prozesse oft mit alltäglichen Beispielen und bringt die Themen auf den Boden. Einige seiner beeindruckenden Praxiserfahrungen aus tausenden Sitzungen und sehr vielen Fernbegleitungen teilt er kostenlos in seiner Podcast-Reihe.

Wie gehst du vor, wenn du mit jemandem arbeitest, der diese Schwere hat?

Da differenziere ich und schaue, wo die Ursache liegt, dass er oder sie es zu wenig leichtnimmt. Ich werde vor allem mit Menschen konfrontiert, die aufgrund  seelischer Verletzungen Dinge nicht leichtnehmen können, die überfordert oder verletzt sind. Das sind oft Verletzungen aus der Kindheit, durch die die Menschen in ihrem Grundverhalten und ihrem Grundvertrauen verletzt oder eingeschränkt wurden und so eigentlich gar nicht die Stabilität und die Basis haben, in die Leichtigkeit hineinzufinden.

Wie gelingt es, dass dies dann wieder klappt?

Da muss man daran arbeiten, dass die seelischen Verletzungen so gelöst werden, dass die Energiefelder wieder harmonisch funktionieren, damit ein stärkerer Bezug, grössere Widerstandsfähigkeit und seelische Intaktheit wiederhergestellt werden können. Das ist dann die Basis, Dinge leichter zu nehmen.

Hat es auch damit zu tun, dass man sich dann selbst wieder mehr vertraut?

Absolut. Man kann es auch damit vergleichen, dass man nicht mehr gehen kann, wenn man einen Holzspiess im Fuss hat. Und dann ist das Problem nicht das Gehen, sondern der Spiess im Fuss. Wenn man den herauszieht und es abgeheilt ist, dann kann man auch wieder normal gehen. Und ähnlich verhält es sich mit der Leichtigkeit. Wenn ich seelisch und emotional verletzt bin und dadurch keine Leichtigkeit haben kann, dann muss die seelische Verletzung gelöst werden. Es muss abheilen. Und dann kann ich wieder mit Leichtigkeit Situationen begegnen und durch das Leben gehen.

Hat das auch mit Mustern zu tun, die man wegen der fehlenden Leichtigkeit entwickelt, so dass man in bestimmten Situationen dann immer mit einer Schwere reagiert?

Das hat zum Teil auch mit Mustern zu tun. Dazu muss ich aber sagen, dass diese Muster oftmals auch aus Verletzungen heraus entstehen, sodass es eigentlich die gleiche Ursache ist, die sich aber durch fehlende Leichtigkeit unterschiedlich auswirkt. Das heisst, dass man durch Muster und aus dem Schmerz und der fehlenden Stärke heraus überfordert ist, ein anderes Verhalten zu entwickeln. Dann bleibt man im gleichen Verhalten stecken, was es natürlich sehr schwer macht.

Da steht man sich dann vielleicht auch selbst im Weg?

Ja, man steht sich selbst im Weg. Das Problem ist, dass die Aussage, dass man sich selbst im Weg steht, implementiert, dass man es absichtlich macht. Und dass Menschen, die sich aus Verletzungen heraus selbst im Weg stehen und dadurch nicht leicht sein können, an Dingen festhalten und eventuell ein wenig starr im Denken sind. Das sind sie, weil sie die Verletzung nicht überwinden können und darum in dem Fahrwasser bleiben, indem sie sind. In letzter Konsequenz behindern sie sich und stehen sich selbst im Weg. Aber das machen sie nicht absichtlich, es ist eine Folge der Verletzung.

Hat das auch damit zu tun, dass bei diesen Menschen vielleicht das Vertrauen in das Leben oder in andere Menschen fehlt?

Das Vertrauen fehlt in diesem Sinne nicht unbedingt. Wenn es fehlt, kann es aber dadurch verstärkt werden. Wenn man die tieferen seelischen Verletzungen nimmt und in Sedimente, in Schichten, aufteilt, dann kann man sagen, dass das Vertrauen in einer oberen Schicht ist und sich die seelischen Verletzungen in einer unteren Schicht befinden. Und wenn die unteren Schichten, das Fundament, verletzt und erschüttert ist, dann hilft es nicht immer, wenn in den oberen Schichten Vertrauen gebildet werden kann. Dieses Vertrauen kann dann nicht greifen, weil das Fundament zu wenig stabil ist.

Also müssen erst die seelischen Verletzungen gelöst werden, damit das Vertrauen wirklich eine echte Chance hat?

Absolut. Das heisst, es gibt da zwei Wege. Die Verletzungen müssen gelöst und geheilt werden, damit das intakte Vertrauen wirken kann. Oder die seelischen Verletzungen müssen gelöst und geheilt werden, damit ebenfalls das beeinträchtigte Vertrauen auch wieder repariert, geheilt und intakt werden kann. So kann man dann ein gelebtes Vertrauen aufbauen.

Wenn du im Prozess bist, in einer Begleitung mit einem Menschen, der in diesem Bereich Mühe hat, Leichtigkeit zu leben – wie beziehst du diesen Menschen selbst mit ein? Gibst du ihm Übungen? Was kann er/sie selbst dazu beitragen?

Also, wenn die Ursache seelische Verletzungen sind, dann helfen Übungen aus meiner Sicht eigentlich in den wenigsten Fällen nachhaltig. Wenn es ein Verhaltensproblem ist, kann man sicher Tipps geben und Tricks mitteilen, wie man mehr mit Leichtigkeit durch das Leben gehen kann. Ich begleite mehrere Menschen, die nicht unbedingt Tipps brauchen, sondern die aus der Verletzung oder Überforderung heraus keine Leichtigkeit entwickeln können. Wenn jemand Tipps will, um leichter zu werden, dann gebe ich ihm diese sehr gerne. Das heisst, man muss versuchen, Dinge vielleicht zehn Prozent weniger ernst zu nehmen und ein wenig zu relativieren. Ich sage es mal so, dass man versuchen sollte, etwas weniger ins Drama zu gehen in Situationen, in denen man das auch kann und die Kraft dazu hat. Es nützt nichts, jemandem zu sagen, er solle es nicht so schwernehmen. Wenn jemand etwas schwernimmt und überfordert ist, dann ist das eine Empfindung. Und wenn man sagt «Morgen ist auch noch ein Tag, das kommt schon wieder gut», dann ist das eigentlich eine Verstärkung der Situation, weil sich der andere nicht ernst genommen fühlt. Das kann die Überforderung dann noch verstärken.

Was soll man denn dann stattdessen besser machen?

Manchmal hilft es, wenn man zuhört und nicht das Gefühl hat, helfen zu müssen oder Ratschläge zu geben. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Menschen Ratschläge geben, weil sie überfordert sind und weil sie die Situation nicht aushalten. Und dann kann es sein, dass man den Menschen mit einem Ratschlag, der vielleicht nicht optimal ist und auch nicht unbedingt passt, eigentlich noch tiefer in die Überforderung hineinbringt.

Also hat es auch damit zu tun, dass der Mensch, der es nicht so leichtnehmen kann, erkennt «Okay, das braucht Zeit und die muss ich mir nehmen und das akzeptieren»? Und das Umfeld sollte das im Idealfall auch tun?

Genau. Ich würde noch weiter gehen. Wenn ich jemanden kenne, der zu wenig Leichtigkeit hat, dann kann ich selbst damit auch mit mehr Leichtigkeit umgehen. Also, wenn ich jemandem, dem die Leichtigkeit fehlt, mit sehr viel Schwere sage «Mein Gott, nimm es doch leichter», dann mache ich eigentlich denselben Fehler wie mein Gegenüber, mein Freund, meine Partnerin oder wer auch immer. Auch da muss ich die Kommunikation mit Leichtigkeit angehen, indem ich sage: «Schau mal, das ist eine schwierige Situation für dich und du musst jetzt lernen, damit umzugehen. Lerne, die Realität zu akzeptieren. Mache das Beste daraus. Sieh mal, was gibt es denn für andere Möglichkeiten?». Und dann muss ich sehen, wie er darauf reagiert. Wenn er positiv reagiert, dann kann ich immer noch sagen: «Versuche doch, es ein wenig leichter zu nehmen». Und wenn er nicht positiv reagiert, dann braucht es manchmal vielleicht auch den Moment, wo man sagt: Okay, ich sage jetzt nichts. Jetzt bin ich für ihn da. Ich stehe ihm bei in dieser schwierigen Zeit. Und trotzdem ist es so, dass es kein Rezept gibt, wenn jemand eine Schwere hat.

Und ich glaube, dass ist es, was einen guten Berater dann unterscheidet von einem Freund, einem Kollegen oder einem Verwandten. Als Freund ist man manchmal zu nahe und wird dann wie in den Strudel hineingezogen. Wenn man objektiv ist und beraten kann und nicht so viel Nähe da ist – was es übrigens für die Beratung braucht – dann kann man mit mehr Abstand  erkennen, dass jemand jetzt in einer schweren Phase ist. Die dauert dann ein, zwei Monate und ich gebe ihm die Zeit. Und dann kommt er wieder von alleine in die Leichtigkeit hinein. Ich glaube, das ist wichtig. Das hat auch damit zu tun, dass man einen guten Umgang mit Schwere findet. Auch wenn man, von aussen betrachtet, Schwere bei jemandem erkennt, ist es wichtig, dass man kurz reflektiert, ob es eine temporäre Schwere ist. Dann muss ich gegen diese nichts machen. Dann kann ich auch da sein und diese aushalten, dass mein Bruder, meine Schwester, mein Freund, eine temporäre Schwere hat. Denn ich weiss, dass, so wie ich ihn kenne, es in zwei, drei Tagen dann wieder besser ist. Schwere oder fehlende Leichtigkeit muss auch nicht immer negativ sein.

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